Die Entscheidung loszulassen, übernimmt manchmal das Leben für dich…ob du willst oder nicht!

Meine Mama ist im Juni gestorben – das Leben mit ihr, mit dem Menschen, der mich geboren, großgezogen und immer begleitet hat, ist vorbei. Keiner hat mich gefragt, ob ich bereit bin, loszulassen…das Leben hat entschieden, ihr Leben. Und irgendwann wird mein Leben entscheiden, dass es an der Zeit für mich ist, loszulassen.

„Das ganze Leben besteht aus einer Reihe größerer und kleinerer Abschiede und endet im großen Loslassen – dem  Tod. Letztlich stellt jedes Loslassen eine Vorbereitung auf den großen Abschied am Ende unseres Lebens dar.“ (Dr. Adelheid Gassner-Briem, Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und Psychotherapeutin in Feldkirch in Vorarlberg)

Ich frage mich, ob und wie ich mich auf das „große Loslassen“ vorbereiten kann. Eine Frage, der ich mich stellen werde…ganz sicher. Wie siehst du das für dich?

1. ENTREMO-Stammtisch…und gleich sehr intensiv

Es war ein wundervoller Start: Vergangenen Mittwoch sind wir in den ENTREMO-Stammtisch per ZOOM gestartet – tolle Frauen, weise Worte, intensives Thema.

Wir haben uns mit der Traurigkeit auseinandergesetzt: Wir haben uns gefragt, wie wir mit unseren Herzensmenschen umgehen, wenn sie traurig sind. Wir haben uns gefragt, welche Zuwendung wir benötigen, wenn wir traurig sind. Und wir haben auch mal geschaut, ob unsere Herzensmenschen denn wissen, wie sie mit uns umgehen sollen, wenn wir traurig sind. Und letztendlich haben wir uns auch darüber ausgetauscht, welche Erfahrungen wir mit Menschen haben, die sich in einer andauernden Traurigkeitsphase befinden und aus dieser scheinbar nicht mehr herausfinden.

Ich selbst bin gerade angefüllt bis zu den Haarwurzeln mit Traurigkeit, weil es meiner Mama sehr, sehr schlecht geht. Und ich bin so unendlich dankbar für meinen Herzensmann und meine Freundinnen, die einfach zuhören, mit mir schweigen, mich unendlich viele Tränen vergießen lassen und mich einfach ICH sein lassen.

Traurigkeit ist nicht ungesund – sie hindert uns, abzustumpfen.“ George Sand, französische Schriftstellerin (1804 – 1876)

Meine „108-Sekunden-Regel“ – Wenn ich nachts nicht schlafen kann…

…und das ist sehr, sehr oft der Fall (Danke liebe Depression 😞), dann grübel ich, höre Podcasts oder lese, manchmal schau ich auch irgendeine Serie an in der Hoffnung, dabei einzuduseln. Mal habe ich Glück, dann schlafe ich ein, mal leider auch nicht. Und vor ein paar Nächten, als ich wieder mal am Grübeln war, der Schlaf einfach nicht kommen wollte, da habe ich über die 5-Sekunden-Regel von Mel Robbins nachgedacht. Wer mein ENTREMO-Programm schon besucht hat, weiß, dass ich ein absoluter Fan der 5-Sekunden-Regel bin. Und mir kam so die Frage, „wie kann mir die 5-Sekunden-Regel beim Einschlafen helfen?“. Die Antwort war schnell da: gar nicht! Ohne großartige Gedankengänge war mir schnell klar, dass 5 Sekunden nicht ausreichen, um mich in den Schlaf zu zählen. Was mich jedoch selber beim Grübeln aufhorchen lies, war der Gedanke, dass Schäfchenzählen bis ins Unendliche mich auch nicht einschlafen lässt, weil beim Zählen kein Ende in Sicht ist. Wenn ich jedoch, wie bei der 5-Sekunden-Regel, rückwärts zähle, dann ist ein Ende in Sicht und damit, zumindest bei mir, die Hoffnung verbunden, wenn ich bei 0 ankomme, dann schlafe ich ein. So, und nun? Bei welcher Zahl sollte ich beginnen zu zählen? Und da fiel mir die 108 ein!

Die 108 ist eine heilige Zahl, vor allem in Indien. Aus 108 Perlen besteht eine Mala, die Gebetskette, die gerne von Yogis getragen und genutzt wird, und ihren Ursprung im Buddhismus und Hinduismus hat. Zerlegt man die 108 in 1, 0 und 8, dann ist dazu immer wieder zu lesen, dass die 1 für Gott steht oder die höhere Wahrheit, die 0 für Leere und Vollständigkeit in der spirituellen Praxis und die 8 für Unendlichkeit und Ewigkeit. In der Astrologie gibt es 12 Tierkreiszeichen und 9 Planeten: 12 x 9 = 108. Der Durchmesser der Sonne hat den 108-fachen Durchmesser der Erde. Der Abstand von der Sonne zur Erde beträgt 108 mal dem Durchmesser der Sonne. Und so gibt es noch viele Erklärungen, Erläuterung und Belege für die Besonderheit der Zahl 108.

Auf jeden Fall habe ich dann meinen Selbstversuch gestartet und angefangen, von 108 rückwärts zu zählen: einatmen – ausatmen – 108 – einatmen – ausatmen – 107 – einatmen – ausatmen – 106 – usw… Und jedes Mal, wenn ich mich verzählt habe, und das ist mir nicht nur einmal passiert, dann habe ich wieder bei 108 begonnen, rückwärts zu zählen. Was ist passiert? Ich bin eingeschlafen, bevor ich bei 80 angekommen war 😴 …zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, eine kleinere Zahl als 80 erreicht zu haben. Juhu!!! Für mich ein neuer Weg, eine neue Methode, ein Hilfsmittel, war geboren, um einschlafen zu können. YES!!! So habe ich jetzt schon einige Nächte damit verbracht, rückwärts zu zählen. Und was soll ich sagen: Es funktioniert bei mir!

Ich habe nicht recherchiert, ob jemand dieser Einschlafhilfe schon einen Namen gegeben oder daraus eine pfiffige Methode entwickelt hat…mir hilft es auf jeden Fall und vielleicht probierst du es auch mal aus, wenn du nicht einschlafen kannst.

Deine Belinda

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Nicht immer sieht der Abendhimmel….

…für depressive Menschen so wunderschön aus.

Gestern Abend stand ich auf unserem Balkon und habe so sehr diesen wunderschönen Abendhimmel genossen, dabei tief und ausgeatmet. Und wie ich dieses wunderschöne Naturereignis genossen habe, wurde mir mal wieder sehr deutlich, dass dieser wunderschöne spektakuläre Abendhimmel für depressive Menschen nicht so leicht sichtbar ist.

Das Wunderschöne ist für sie nicht sichtbar…auch wenn du es siehst…sie sehen es nicht…nicht, weil sie nicht wollen…sie sehen es nicht, weil die Depression sich wie ein grauer, manchmal auch schwarzer Filter vor ihre Augen legt…sie würden so gerne das Selbe sehen wie du…der Filter lässt sich aber nicht so einfach wegwischen…manchmal ist er mit Sekundenkleber festgeklebt…und es ist so anstrengend, diesen Filter wegzubekommen…es kostet unendlich viel Kraft…depressiven Menschen kostet es unendlich viel Kraft, das Wunderschöne zu sehen. Deshalb sind sie für vieles Andere oft sehr kraftlos…deshalb rufen sie vielleicht nicht an…deshalb sagen sie ein Kaffeetrinken vielleicht ab…deshalb arbeiten sie vielleicht manchmal nicht so schnell wie du. Es kostet sie sehr viel Kraft, das Wunderschöne zu sehen….und glaub mir, ich weiß, wovon ich hier „rede“.

Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag.

Deine Belinda

Konfettiregen ✨

Morgen starten wir in die 3. Woche unseres ersten „ENTREMO“ und ich bin so erfüllt. Meine anfängliche Distanz zu einem Onlineprogramm hat sich wie in Luft aufgelöst und kommt jetzt als bunter Konfettiregen auf mich herunter. Ich bin so beglückt, dass das Programm so viele Teilnehmer nicht nur oberflächlich anspricht, sondern es tief im Herzen berührt. Auch online haben wir gemeinsam eine Energie aufgebaut, ein Energiefeld, dass uns als Gruppe trägt, verbindet und unterstützt. Ich bin mir sicher, dass diese Energie auch lange bestehen wird.

Und mit dieser Glückseligkeit im Herzen haben ich mit meinen ENTREMO-Buddys Moni & Jo beschlossen, dass wir nicht nur gleich nach Ostern in die nächste ENTREMO-Runde starten, sondern auch ein ENTREMO Intensiv entwickeln werden. ENTREMO intensiv wird einzelne Themen wie Selbstliebe aufgreifen und in mehrtägigen Modulen tiefer betrachten. Wir planen, ENTREMO Intensiv online wie auch in Präsenztagen anzubieten. Lass dich überraschen ❤