Ja, manchmal kommt es anders als gedacht bzw. geplant…und dann muss es trotzdem weitergehen. Und weil es trotzdem weiter geht, kann es doch auch gleich gut weitergehen, oder?

Tja, 50 % meiner Familie inklusive mir ist seit Samstag in Quarantäne – PCR-Test am Freitag Vormittag, nachdem einer von uns einen positiven Schnelltest hatte. Und dann hieß es erstmal warten, bis das Ergebnis am Samstag Nachmittag dann per Mail aufpoppte. Und ja, die Wartezeit wurde von meiner inneren Schweinehündin wieder intensiv genutzt: „Siehst du, jetzt kannst du wieder nicht trainieren – warst doch schon Anfang des Jahres krank und du konntest nicht wie geplant trainieren, wolltest doch am 1. April mit der ersten Laufeinheit beginnen. Wenn du jetzt aber Corona positiv bist, dann geht das nicht. Du kannst es aufgeben, dein Projekt #fromzerotosalomon4trailsin900days!!! Das wird eh nichts mehr. Quarantäne bedeutet, du kannst nicht trainieren, weil du heftige Symptome bekommst. Und wenn die Quarantäne vorbei ist, dann musst du dich erstmal schonen. Und dann ist der Trainingsrückstand so groß, dass du ihn nicht mehr aufholen kannst. Du bist sowieso zu alt, zu unsportlich, zu dick, zu untalentiert, zu groß, zu klein, zu inkonsequent, zu…. zu… zu…“ Ja, meine Schweinehündin hat mir 9345 und noch mehr Argumente um die Ohren gehauen, warum eine mögliche Quarantäne das klare AUS für meine Vision 2024 – die Teilnahme am SALOMON 4Trails – ist.

Doch ich habe dazu gelernt – durch meine Krankheit, durch meine Coaching-Ausbildung, durch Fortbildungen, durch meine Kunden, durch meine Coachings bei inspirierenden Coachs, durch unzählige Erfahrungen und letztendlich doch durch mein Leben so wie es ist und so wie ich es bis heute gelebt habe. Deshalb habe ich meine Schweinehündin erstmal ein bisschen quatschen lassen und ihr dann ein deutliches STOP entgegen geknallt. Dann war sie still. Man kennt das doch: manchmal muss man erstmal Dampf ablassen, bevor man wieder klar denken kann. Deshalb gebe ich meiner Schweinehündin gerne immer wieder mal Zeit zum Dampfablassen – nicht zu viel Zeit, nur so viel, wie ich ihr mit einem Lächeln zuhören kann und dem Wissen, dass sie mich nicht überzeugen wird. So! Und dann habe ich mir die Frage gestellt, „Wie kann ich eine mögliche Quarantäne ohne und mit Symptomen effektiv für mein Projekt #fromzerotosalomon4trailsin900days nutzen?“. Und mit dieser Frage habe ich mir immer wieder die Wartezeit vertrieben. Und das war gut so! Denn somit war am Samstag Nachmittag die Enttäuschung nicht allzu groß, als der positive Befund aufpoppte.

Tja, und was kam denn als Antwort auf meine Frage heraus? Je nach Symptomlage nutze ich die Quarantänezeit einerseits zum Visualisieren, zur intensiven Visualisierung meines Projekts #fromzerotosalomon4trailsin900days Denn was du denkst, wie du handelst, nach welchen Werten du dich ausrichtest, welche Erfahrungen du mit welchen Bewertungen in deinem Gehirn verankerst, all das entscheiden darüber, welche Entscheidungen du triffst und welche Wege du einschlägst. Durch eine intensive Vorstellung erhältst du die Motivation zur Durchführung und du möchtest das Visualisierte tatsächlich erleben. So stelle ich mir unter anderem vor, wie meine Familie 2024 am Ziel des SALOMON 4Trails steht und Moni und ich gesund, glücklich und lachend durch das Ziel laufen. Das löst motivierende Prozesse aus, die unterstützen, auch schwierige Trainingsphasen zu überstehen und einen Wettkampf durchzustehen. Ich nutze dafür ganz oft das Foto, das 2004 von Moni und mir nach dem Zieleinlauf beim Erlanger Triathlon entstanden ist. Wow, wenn ich nur daran denke, umkommt mich ein Flut Glückhormone.

Ja, und andererseits nutze ich die Quarantänezeit, um meinen Körper mit Yin Yoga ausgiebig zu dehnen – das funktioniert auch im Bett, das ich seit Samstag die meiste Zeit hüte. Denn grundsätzlich ist eine gute Beweglichkeit aller Gelenke, Kapseln, Muskeln und des Bindegewebes für das physische und somit auch für das psychische Wohlbefinden essenziell. „Mens sana in corpore sano.“

Und wie schrieb Paulo Coelho so trefflich: „Die Möglichkeit, dass Träume wahr werden können, macht das Leben erst interessant.“ Deshalb nutz jeden Moment deines Lebens, deine Träume, deine Visionen wahr werden zu lassen. Denn wenn dir schon Träume und Visionen geschenkt werden, dann kannst du sie auch Realität werden lassen.

Deine Belinda